hamburg:pur Januar 2026
Wunsch-Konzert auf aussuchen & live abrocken! www.rockantenne.hamburg Jetzt APProcken! Foto: IDA Film und TV Produktion GmbH FILM ASTRID LINDGREN – DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN Die politische Lindgren Eindrückliche Dokumentation über die berühmte Autorin als kluge Chronistin des Krieges Sofia Pekkari als Astrid Lindgren, die dem Krieg mit Worten getrotzt hat Astrid Lindgren (1907–2002) ist vor allem als Schöpferin so unangepasster Figuren wie Pippi Langstrumpf, Ronja Räubertochter und Michel aus Lönneberga bekannt – und als leidenschaftliche Fürsprecherin für Kinder. We niger bekannt ist sie als politische Frau, als mu tige Feministin und kluge Chronistin des Zwei ten Weltkrieges. Ihre 2015 erstmals veröffent lichten Kriegstagebücher belegen das eindrück lich. Die hat der deutsche Regisseur Wilfried Hauke nun in einer geschickt montierten und elegant inszenierten Dokumentation verfilmt. Hauke lässt in erster Linie Astrid Lindgren spre chen, in deren Rolle in szenischen Passagen die Schauspielerin Sofia Pekkari schlüpft. Häu fig aus demOff trägt sie Tagebucheinträge vom ersten Tag des Krieges 1939 bis ein paar Mo nate nach Kriegsende vor. Die unterlegt Hauke mit historischem Material, etwa vom Überfall der Deutschen auf Polen, der Operation Go morrha in Hamburg oder dem Massaker der Nazis im tschechischen Lidice. Diese Bilder stehen im krassen Kontrast zu den idyllischen Sommerbildern aus Stockholm, Lindgrens Wohnung in der Dalagatan, ihrem Sommer domizil amWasser oder dem elterlichen Haus. Zugleich hat sich Hauke mit Lindgrens Tochter Karin Nyman, ihrer Enkelin Annika Lindgren und ihrem Urenkel Johan Palmberg auf die Reise zu all diesen Orten gemacht, hat sie in den Tagebüchern lesen und sich an die Frau erinnern lassen, die alle drei stets Astrid nen nen. Sie gewähren tiefe Einblicke in Lindgrens Lebenswelt und Gedanken, porträtieren sie als vorausschauende und reflektierende Beob achterin, aber auch als eine melancholische Frau, die im Schreiben einen Weg aus ihren Krisen fand – auch wenn sie diesen nicht allzu viel Raum gab. Am Ende steht die Erstausgabe von „Pippi Langstrumpf“ 1945. Es ist ihre erste öffentliche Selbstermächtigung als Autorin – und ein Gegenentwurf zur totalitären Propa ganda Hitlers und Stalins, der viele Kinder bis dahin ausgesetzt waren, wie sie selbst schreibt. Text: Britta Schmeis Regie: Wilfried Hauke. Mit: Sofia Pekkari, Tom Sommerlatte, Edda Braune, Ida Malene Schütte. 98 Min. Ab 22.1. ★★★★★ hamburg:pur Aktion! Für die Premiere von „Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren“ am 19.1., 20 Uhr in den Zeise Kinos verlosen wir 10 x 2 Karten. E-Mail mit Name und Betreff „Astrid“ an verlo- sung@szene-hamburg.com ; Einsendeschluss: 15.1. 9
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